… und ein schwules Pärchen kreuzt den Weg Ihres schönsten Tages.
So oder so ähnlich, sieht der schlimmste Albtraum des Dr. Michael Spindelegger aus. Wie denn sonst könnte er es ziemlich genau so in einem Interview (wir fragen uns natürlich warum jemand das Bedürfniss hat den damaligen Nationalratspräsidenten zu befragen) vor geraumer Zeit sagen. Nun ja.
Was ist denn, wenn uns ein schwules Pärchen (geschweige denn ein schwules oder lesbisches EHEpaar) begegnet? Werden wir dann auch schwul? Können wir den Liebesakt nur mehr anal begehen? Vielleicht ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Sinn und Zweck einer heterosexuellen (=von Gott bestimmter) Ehe in einem homesexuellen Kind mündet? Hoch geschätzte Volkspartei! Schauen’s Ihnen im Spiegel an, wenn’s denn ein Spiegelbild haben und sagen’s Ihnen selber die Wahrheit warum Sie gegen eine „Homo-Ehe“ sind! Dann hört’s wenigstens jemand den es interessiert! Weil der Rest der Welt, wo auch wir uns dazu zählen, hat nämlich kein Problem damit! Ganz ehrlich gesagt, ist es den meisten Menschen auch völlig egal! Wissen Sie auch warum? Genau! Weil es uns/sie/ihn/es und ganz besonders Ihnen nix angeht! Wir bezeichnen das gerne als Privatsache! Und waren es nicht die Vertreter und Vertreterinnen Ihrer Gesinnung die uns davor warnten, dass der Kommunismus sich überall einmischt, alles gleichmacht und das Individuum ausradiert?
Wir glauben ganz ehrlich, dass Sie liebe Volkspartei, den Kommunismus mit dem Austrofaschismus verwechselt haben! Und jetzt gehen Sie heim, stellen Sie sich wieder vor dem Spiegel und sagen’S 100 Mal das Ave Maria auf weil Sie auf die Nächstenliebe g’schissen haben! Und das mag der liebe Gott schon gar nicht!
Amen.
Hochachtungsvoll eure Saftbar!
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Genial oder voll danben, so richtig weiß das niemand.
Vielleicht gibt es schon zu viele Postings, Kommentare und Kolumnen die sich mit dem Unfalltod von Jörg Haider beschäftigen, aber anscheinend beschäftigt mich der Tod so sehr, dass ich mich dazu äußern möchte. Die Frage die sich mir stell ist: Warum beschäftigt mich der Tod eines der größten politischen Feinde die man/frau als linkeR SozialdemokratIn haben kann? Vielleicht genau deshalb.
Ein Grund für die emotionale Auseinandersetzung mit Haiders Tod ist sicherlich die Professionalität und die Wirkung der Person Jörg Haider. Schon als kleines Kind vor dem Fernseher nahm ich ihn wahr. Er konnte geschickt Emotionen ansprechen bzw. einfach nur auffallen. Das Empfinden des Menschen überwiegt in seiner Bedeutung für das Bewussten nun einmal der Ratio. Haider wusste das. Er kreierte einen neuen Stil: Symbolik, Botschaften, markige Sprüche – ein Stil den er allen anderen Parteien aufzwang. Die Parteien adaptierten seine Art der Politik, kürzten die Inhalte und Programme, beschränkten sich auf knappe Botschaften und wurden dafür bestraft. Niemand wählt eine schlechte Kopie.
Zu seiner Programmatik gibt es allerding wenig Positiv zu bemerken. Allein die Art und Weise wie er mit AsylwerberInnen vor wenigen Monaten umgang und sie einfach mit dem Bus quer durch die Gegend schicken ließ – als wären sie Transportgüter – zeigt wie wichtig Haider sein Status war und wie wenig er sich um einzelne Menschen scherte. Er wollte Landeshauptmann sein, vielleicht auch Bundeskanzler, er wollte strahlen und glänzen! Mehr nicht. Und jetzt wird alles auseinander brechen. Das 3. Lager hat nur die Chance sich zu einen und einen Märtyrer zu schaffen und zu pflegen so lange es geht. Ehrlich gesagt fürchte ich mich davor. SPÖ, ÖVP und Grüne hatten schon kaum eine Chance gegen einen lebenden Jörg Haider wie siehts da mit einem toten Haider aus?
Haider war ein Talent, ohne Zweifel. Seine Methoden waren eiskalt, vorausgeplant und sehr professionell und es sieht fast so aus, wäre ihm sein Unfall nicht dazwischen gekommen, dass er noch viel anrichten hätte können.
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