"good news everyone…!" Saftbar ist zurück!

Nazi-Schmierereien auf KZ-Gedenkstätte

Februar 15, 2009 · 3 Kommentare

Unglaubliches ist (wieder einmal) passiert. Folgendes wurde auf die Mauern des KZ-Gedenkstätte Mauthausen gemalt:

„Was unsern Vätern der Jud, ist für uns die Moslembrut. Seid auf der Hut. 3. Weltkrieg – 8. Kreuzzug“ . http://derstandard.at/?url=/?id=1234507071320

Warum Sprüche wie diese in Österreich dieser Tage möglich sind und der Geschichtsunterricht so versagen kann ist schnell beantwortet. Seit Jahren erlebt die rechte Hetze ein Revivel sondergleichen. Der fesche H.C. der unsterbliche J.H. haben ganze Arbeit geleistet. Sie haben immerhin dem rechtsextremen Burschenschafter Martin Graf das 4. höchste Amt im Staat beschert.

Aber nicht nur Taten wie die Beschmierung der Gedenkstätte in Mauthausen zeigen, dass der Wind von Rechts weht in Österreich. Die Stimmung in den Städten ist gereizt. In vielen Gegenden Österreichs vermeldet die Linke ein häufigeres Auftreten rechtsextremer Gruppen. Die GeschichtsversagerInnen fühlen sich von „hohen und angsehenen“ PolitikerInnen bestätigt. H.C. Strache und Jörg Haider haben rechte Straftaten immer schon als „dumme Bubenstreiche“ abgetan.

Der Großteil Österreichs sitzt wieder einmal vor dem Fernseher und wartet ab was passiert. Die ÖsterreicherInnen mögen Extremismus nicht, sie sind aber nicht in der Lage die Vorzeichen von (Rechts-)Extremismus zu erkennen. Und wie lange die Menschen in Österreich brauchen um zu bemerken, dass es zu „extrem“ ist wissen wir (offenbar leider nicht alle!).
Das man Rechtsextremismus am bestem mit Präventionsmaßnahmen bekämpft und verhindert ist ja kein Geheimnis. Für die meisten Nazis und rechten Skins ist aber vielleicht schon zu spät für eine gute Schul- und Berufsausbildung, soziale Absicherung und Rassismusworkshops. Wie bekämpft man also die Symptome der braunen Szene?

Diese Frage sollten sich die vielen linken und nicht linken, liberalen, konservativen und vor allem die Menschen stellen, die sich für Politik einen Scheiß interessieren. Ein Fackelzug oder Lichtermeer kann nicht die Lösung für dieses Problem darstellen, es ist allenfalls ein Zeichen, dass da noch jemand ist der nicht so denkt wie H.C. Strache und Co.

Kategorien: Gesellschaft · Politik

3 Antworten bis hierher ↓

  • Thomas // Februar 15, 2009 um 3:10

    Fackelzug und Lichtermeer sind sicher keine Lösung, genau genommen sind sie Selbstbeweihräucherung der Linken, die lieber gefahrlos unter sich bleiben, als sich der Diskussion und Konfrontation zu stellen. Dabei könnte man nämlich feststellen, dass die eigene (linke) Weltsicht nicht absolut wahr ist, und nicht alles was von rechts kommt, direkt dem Schlund Satans entsprungen ist bzw. auf Lügen und Irrtümern basiert.

  • Thomas // Februar 15, 2009 um 3:11

    Nachtrag: Ich finds toll dass sich in der saftbar wieder was tut :)

  • Aron Sperber // Februar 15, 2009 um 9:40

    die heutigen Antisemiten leugnen normalerweise den Holocaust.

    statt als Kreuzzügler würden sich Rechtsextreme wohl eher als Opfer einer neuen Türkenbelagerung darstellen.

    vieles spricht daher für eine linke Aktion hinter dem rechtsradikalen Spruch

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2009/02/15/schmiereien-in-mauthausen/

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