Studieren im 21. Jahrhundert ist bei weitem nicht so wie man es sich eigentlich vorstellt. Hoch entwickelte Technik, modernste Lehrmethoden und unbeschränkter Zugang zu freiem Wissen steht diametral zur universitären Realität. Mit Geld überhäuft werden nur die, die sich den Bedürfnissen des „entfesselten Kapitalismus“ unterwerfen. Anpassen oder pleite gehen lautet die Devise.
Vor allem in geisteswissenschaftlichen Studien merkt man was Sparen in der Bildung wirklich bedeutet. Das Foto zeigt das geografische Zentrum meines Philosophiestudiums, und es studiert sich auch so wie es aussieht. Die Unterrichtsräume sind alt und haben nocj nie einen Computer gesehen. Die Sitzgelegenheiten verursachen eine Krümmung der Wirbelsäule und der geistigen Haltung. Die meistend schon pensionierten ProfessorInnen versuchen den Studienplan irgendwie aufrecht zu erhalten und dem Rest der Welt ist das ziemlich egal.
Zumindest der Vorplatz des „Philoturmes“ sieht irgendwie einladend aus im warmen Licht der fast schon Frühlingssonne.



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