"good news everyone…!"

Hören tut man mit dem Kopf!

November 19, 2009 · Kommentar schreiben

Wir wissen um unserer Fähigkeiten und auch, dass es viele gibt die um einiges besser sind als wir. Was zwar sicher daran liegt, dass wir so viel zu tun haben und schließlich nicht überall in der Königsklasse mitspielen können. Aber egal.

Entdeckt haben wir was: etwas das uns sehr gefällt ist die Kolumne des Standard-Redakteurs Karl Fluch mit dem Titel „Kopfhörer„. Hiermit wollen wir euch dazu auffordern das zu lesen! Jetzt!

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Unser Filmtipp für November/Dezember:

November 19, 2009 · Kommentar schreiben

Unser Filmtipp für November/Dezember:

Whatever Works von Woody Allen:

Whatever Works ist eine Episode aus dem Leben von Boris Yellnikoff (Larry David), ein alter, gescheiterter und gescheiter Misantroph aus dem Bilderbuch. Durch einen (göttlichen?) Zufall kreuzt sein Weg sich mit der von zu Hause geflohenen Südstaaten-Prinzessin Melodie St. Ann Celestine (Evan Rachel Wood). So treffen sich vermeintlich Alt und Schlau mit Jung und Dumm. Dieser Film erscheint erst Anfang Dezember in den österreichischen Kinos. Und wir sind höchst erfreut die Chance gehabt zu haben diesen Film vorab zu sehen. Nicht nur weil wir selbst der Lust der Misanthropie frönen.

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Das Lied des Monats November (& Oktober) ist: 

November 19, 2009 · Kommentar schreiben

Mumford & Sons – Little Lion Man

Mal ganz ehrlich: welches Stück mit eingesperrten Geräuschen hat Ihr Herz in den letzten Jahren so geschüttelt wie dieses? Wir wissen keines. Wir werden auch nicht müde, diese Glanzleistung auf unser Trommelfell los zu lassen. Einfach nur wunderbar!

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Stellen Sie sich vor es ist Ihr Hochzeitstag…

November 17, 2009 · 2 Kommentare

… und ein schwules Pärchen kreuzt den Weg Ihres schönsten Tages.

So oder so ähnlich, sieht der schlimmste Albtraum des Dr. Michael Spindelegger aus. Wie denn sonst könnte er es ziemlich genau so in einem Interview (wir fragen uns natürlich warum jemand das Bedürfniss hat den damaligen Nationalratspräsidenten zu befragen) vor geraumer Zeit sagen. Nun ja.

Was ist denn, wenn uns ein schwules Pärchen (geschweige denn ein schwules oder lesbisches EHEpaar) begegnet? Werden wir dann auch schwul? Können wir den Liebesakt nur mehr anal begehen? Vielleicht ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Sinn und Zweck einer heterosexuellen (=von Gott bestimmter) Ehe in einem homesexuellen Kind mündet? Hoch geschätzte Volkspartei! Schauen’s Ihnen im Spiegel an, wenn’s denn ein Spiegelbild haben und sagen’s Ihnen selber die Wahrheit warum Sie gegen eine „Homo-Ehe“ sind! Dann hört’s wenigstens jemand den es interessiert! Weil der Rest der Welt, wo auch wir uns dazu zählen, hat nämlich kein Problem damit! Ganz ehrlich gesagt, ist es den meisten Menschen auch völlig egal! Wissen Sie auch warum? Genau! Weil es uns/sie/ihn/es und ganz besonders Ihnen nix angeht! Wir bezeichnen das gerne als Privatsache! Und waren es nicht die Vertreter und Vertreterinnen Ihrer Gesinnung die uns davor warnten, dass der Kommunismus sich überall einmischt, alles gleichmacht und das Individuum ausradiert?

Wir glauben ganz ehrlich, dass Sie liebe Volkspartei, den Kommunismus mit dem Austrofaschismus verwechselt haben! Und jetzt gehen Sie heim, stellen Sie sich wieder vor dem Spiegel und sagen’S 100 Mal das Ave Maria auf weil Sie auf die Nächstenliebe g’schissen haben! Und das mag der liebe Gott schon gar nicht!

Amen.

Hochachtungsvoll eure Saftbar!

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„Österreich“-Quote für das Radio?

November 3, 2009 · Kommentar schreiben

Fürchtet euch nicht! Quoten einzuführen ist natürlich nicht unsere Erfindung. Wir waren auch nicht die ersten, die laut darüber nachdenken wollen. Uns ist zu Ohren gekommen, dass letzten Jahres im Monat Juli in der Politik der höchsten Ränge (Nationalrat) darüber diskutiert wurde. Dazu Stellung nahm ein gewisser Walter Gröbchen in einem Datumsartikel und auch in der Musikzeitschrift The Gap. Demzufolge gab es eine Enquete, die das „Problem“ der österreichischen Musik im heimischen Äther diskutieren sollte.

Löblich, wie wir finden. Sollte man doch gut und gerne vor der eigenen Haustüre kehren. Was ist jetzt damit? Kein Sterbenswörtchen kann man über die heimische Musik im öffentlichen/staatlichen Radio hören. Ja ok, wir geben Ihnen ja Recht wenn Sie die „neuen Österreicher“ auf Ö3 erwähnen. „Aber aber!“ würden wir Ihnen leicht erzürnt zurück werfen, „Christl Stürmer und die Starmaniasippe sind Ihnen vielleicht genug! Uns aber auf keinen Fall!“ Genau das, wollen wir jetzt auch sagen.

Gerade einmal 14,2 % beträgt der Anteil von Musik aus Österreich im staatlichen Radio. Was uns sehr bedenklich stimmt, wenn sogar Musikschreiberlinge wie Robert Rotifer fast schon bedauern, der Musik wegen nach England gegangen zu sein, wenn doch hier bei uns zu Hause die Indiewunder aus dem Boden schießen, wie Pfifferlinge.

Geben Sie Ihre Stimme hier ab und sagen Sie was Sie von der „Austro-Quote“ halten.

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Unsere Uni gehört uns!

November 2, 2009 · 3 Kommentare

Als unregelmäßige BesucherInnen der Karl-Franzens-Universität haben wir die Besetzung des Hörsaals A in der Vorklinik bemerkt. Überrascht starrten wir je nach Zustand der Betrachteten wütenden, betrunkenen, schlafenden und rauchenden Studierenden ins Gesicht. Worum es geht haben wir schon verstanden. Ist doch toll: sitzen, reden, diskutieren, beschließen und was noch so dazu gehört zum dazu gehören. Auch den Effekt finden wir großartig: 34 Millionen mehr für tertiäre Bildung im einstigen Kaiserreich aka Öster. Und Aufmerksamkeit gibt es (hurra Studierende sind in der Zeitung!) – und Demonstrationen (Menschenrechte gibt es auch in der Heimat von Hans Dichand)! Wir sind mit einem Lächeln durch die Herrengasse spaziert, sogar mit einer Trillerpfeife! Wir haben der Kälte getrotzt und skandiert, dass der Hahn sich doch seines hübschen Federkleides entledigen möchte. Wir haben ihm sogar angeboten ihm dabei zu helfen! So viele Füße trampelten über den Hauptplatz.

Selbstverständlich waren wir auch im „befreiten“ (wir distanzieren uns wegen Ähnlichkeiten zu einer vorbelasteten Propagandemaschinerie von dieser Bezeichnung) Hörsaal (siehe Bild des Monats Oktober). Aber eines hat uns wohl gestört – nämlich das WIR uns nicht so richtig wohlfühlen konnten. Bitte fragen Sie nicht warum. Wir zerbrechen uns schon seit Tagen den Kopf darüber. Es könnte einige Antworten darauf geben: Sind wir für Zugangsbeschränkunge? Nein. Wollen wir der Universität was gutes tun und Studiengebühren bezahlen? Sicherlich nicht. Mochten wir ganz einfach die Menschen im Hörsaal nicht, weil sie brüllten und stampften, erbost ihre Eltern anriefen, dass Sie auf das Taschengeld verzichten, weil sie jetzt unabhängig sind? Weil sie vor Wut schnaubten und durch Mikrofone schrien als wollten sie ein Reich unterwerfen? War es weil wir wussten, dass es ihnen egal war, ob Menschen den Hörsaal für Prüfungszwecke dringend gebraucht hätten. War es vielleicht, weil sie gierig die Hände öffneten um Geld von ÖH entgegenzunehmen und im Gegenzug die Vereinnahmung durch die gesetzliche und gewählte Vertretung (ebendiese) anprangerten. Oder waren wir schlecht gelaunt, weil noch immer keine Langspielplatte aus dem Hause Saftbar in den Läden erhältlich war?

Wir wissen es nicht… wahrscheinlich haben wir uns das alles nur eingebildet. Wohl eher noch, sind wir alt geworden. Immer schwirren uns die Konsequenzen von Handlungen durch den Kopf. Immer wollen wir alles bedenken. Manchmal sogar haben wir Angst im Kopf, die sich ganz schnell zur Wut im Bauch verwandelt. Wir werden einfach warten, … warten bis sich die Besetzungen in Luft aufgelöst haben. Nur um dann zu rufen: Schämt euch! Ihr habt nicht durchgehalten. Wie ‘68 hätte es sein können. Aber ihr seid lieber nach Hause zu euren iPhones und Playstations. Nach Hause zu euren Kaffe Latte um per Twitter die Revolution auszurufen! Pfui..!

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Nazi-Schmierereien auf KZ-Gedenkstätte

Februar 15, 2009 · 3 Kommentare

Unglaubliches ist (wieder einmal) passiert. Folgendes wurde auf die Mauern des KZ-Gedenkstätte Mauthausen gemalt:

„Was unsern Vätern der Jud, ist für uns die Moslembrut. Seid auf der Hut. 3. Weltkrieg – 8. Kreuzzug“ . http://derstandard.at/?url=/?id=1234507071320

Warum Sprüche wie diese in Österreich dieser Tage möglich sind und der Geschichtsunterricht so versagen kann ist schnell beantwortet. Seit Jahren erlebt die rechte Hetze ein Revivel sondergleichen. Der fesche H.C. der unsterbliche J.H. haben ganze Arbeit geleistet. Sie haben immerhin dem rechtsextremen Burschenschafter Martin Graf das 4. höchste Amt im Staat beschert.

Aber nicht nur Taten wie die Beschmierung der Gedenkstätte in Mauthausen zeigen, dass der Wind von Rechts weht in Österreich. Die Stimmung in den Städten ist gereizt. In vielen Gegenden Österreichs vermeldet die Linke ein häufigeres Auftreten rechtsextremer Gruppen. Die GeschichtsversagerInnen fühlen sich von „hohen und angsehenen“ PolitikerInnen bestätigt. H.C. Strache und Jörg Haider haben rechte Straftaten immer schon als „dumme Bubenstreiche“ abgetan.

Der Großteil Österreichs sitzt wieder einmal vor dem Fernseher und wartet ab was passiert. Die ÖsterreicherInnen mögen Extremismus nicht, sie sind aber nicht in der Lage die Vorzeichen von (Rechts-)Extremismus zu erkennen. Und wie lange die Menschen in Österreich brauchen um zu bemerken, dass es zu „extrem“ ist wissen wir (offenbar leider nicht alle!).
Das man Rechtsextremismus am bestem mit Präventionsmaßnahmen bekämpft und verhindert ist ja kein Geheimnis. Für die meisten Nazis und rechten Skins ist aber vielleicht schon zu spät für eine gute Schul- und Berufsausbildung, soziale Absicherung und Rassismusworkshops. Wie bekämpft man also die Symptome der braunen Szene?

Diese Frage sollten sich die vielen linken und nicht linken, liberalen, konservativen und vor allem die Menschen stellen, die sich für Politik einen Scheiß interessieren. Ein Fackelzug oder Lichtermeer kann nicht die Lösung für dieses Problem darstellen, es ist allenfalls ein Zeichen, dass da noch jemand ist der nicht so denkt wie H.C. Strache und Co.

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Graz ist ein begehbarer Kleiderschrank

Februar 12, 2009 · Kommentar schreiben

Auf dem Weg zur Arbeit kann man an Stellen die man schon dutzende Male zuvor passiert hat, interessante Dinge entdecken. Vor allem dann wenn KünstlerInnen mit Schablone und Spraydosen ausgerüstet waren:

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„Wir können doch bitte nicht an der Bibel vorbei.“…

Februar 12, 2009 · 1 Kommentar

… Sagt Gerhard Maria Wagner, in Zukunft Weihbischof von Linz. Nun ja…

Die Kirche macht es mir nicht leicht, vor allem in letzter Zeit. Nicht das ich ein glühender Verfechter des Wort Gottes wäre, aber meinem Großvater zu liebe bin ich bis dato noch Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Und das auch nur weil er immer wieder zu mir sagte: „Gottes Augen sind alle Menschen gleich!“

Ich dachte mir es sei okay seines sozialistischen Großvaters wegen, der geschickt die Verbindung zwischen Urchristentum und Sozialismus herstellte, noch bis zu seinem Ableben mit der Verneinung der Existenz des heiligen Geistes zu warten. Es gibt ja auch gute Sachen aus dem kirchlichen Umfeld. Die Caritas zum Beispiel , oder das Vinzidorf. Aber schön langsam gehen mir die Ausreden aus.

Johannes Paul II hatte sich wenigstens etwas Mühe gegeben: Dialog mit dem Islam und Judentum und sogar ein eigenes Musikvideo auf MTV. Aber dieser Ratzinger, Papst Benedikt der 666. müsste er heißen. Ich hab noch nie einen alten Fanatiker gesehen, der dem Teufel so ähnlich. Zumindest stelle ich mir den Teufel in Menschengestalt so vor. Mich wundert es erst gar nicht, dass dieser Papst ausgerechnet aus Adolf Hitlers Wahlheimat stammt.

Jedenfalls stellt die Kirche die Liebe zu meinem Großvater auf eine harte Probe. Einem alten Mann die Hoffnung auf eine gute und gläubige Nachfolgegeneration zu zerstören oder in einer Sekte die den Holocaust leugnet, Abtreibung als Mord bezeichnet und Homosexuelle von ihrer Krankheit heilen möchte als zahlendes Mitglied angehören?

Es tut mir leid Opa!

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Studieren im Jahr 2009

Februar 9, 2009 · Kommentar schreiben

Studieren im 21. Jahrhundert ist bei weitem nicht so wie man es sich eigentlich vorstellt. Hoch entwickelte Technik, modernste Lehrmethoden und unbeschränkter Zugang zu freiem Wissen steht diametral zur universitären Realität. Mit Geld überhäuft werden nur die, die sich den Bedürfnissen des „entfesselten Kapitalismus“ unterwerfen. Anpassen oder pleite gehen lautet die Devise.

Vor allem in geisteswissenschaftlichen Studien merkt man was Sparen in der Bildung wirklich bedeutet. Das Foto zeigt das geografische Zentrum meines Philosophiestudiums, und es studiert sich auch so wie es aussieht. Die Unterrichtsräume sind alt und haben nocj nie einen Computer gesehen. Die Sitzgelegenheiten verursachen eine Krümmung der Wirbelsäule und der geistigen Haltung. Die meistend schon pensionierten ProfessorInnen versuchen den Studienplan irgendwie aufrecht zu erhalten und dem Rest der Welt ist das ziemlich egal.

Zumindest der Vorplatz des „Philoturmes“ sieht irgendwie einladend aus im warmen Licht der fast schon Frühlingssonne.

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